Gottfried Keller – Rebell im Klassikergewand

Zürich

Gottfried Keller – Rebell im Klassikergewand

Landschaftsmaler möchte er werden, deshalb fährt Gottfried Keller als junger Mann nach München, in die europäische Kunstmetropole. Die Enttäuschungen der letzten Jahre will er hinter sich lassen: den Schmerz um den früh verstorbenen Vater, die Schmach des Rauswurfs aus der Schule, die ernüchternde Lehrzeit bei einem Kupferstecher. Die Jahre in München aber sind geprägt von bitterer Not, Selbstzweifeln, ausbleibendem Erfolg und von Heimweh. Geschlagen kehrt Keller nach Zürich zurück. Erst ein Stipendium seiner Vaterstadt führt ihn auf den Weg des Schriftstellers. Auf dem Spaziergang in der Altstadt liegen die Häuser, in denen Gottfried Keller aufwuchs, lebte, arbeitete und die Geselligkeit pflegte, in bequemer Nachbarschaft.

Sonntag, 11. April 2021, 11.00 Uhr / Samstag, 28. August 2021, 18.00 Uhr

Dauer: 1.5 Stunden - Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Else Lasker-Schüler – Emigrantin

Zürich

Else Lasker-Schüler – Emigrantin

„Wo soll ich hin, wenn kalt der Nordsturm brüllt?“ Die berühmte deutsche Lyrikerin ist 64 Jahre alt und mittellos, als sie 1933, nach der Machtübernahme der Nazis in Deutschland, in Zürich eintrifft. Wohin? – in ein unbeheiztes Zimmer im Augustinerhof, ins Café Terrasse, ins Cinema Nord-Süd. Sie hält Lesungen, verkauft ihre Zeichnungen, bezahlt mit Bonbons. Sie bekommt keine Arbeitsbewilligung, später auch keine Aufenthaltsbewilligung mehr, dann Einreiseverbot in die Schweiz. Das am Schauspielhaus uraufgeführte Stück Arthur Aronymus und seine Väter wird nach zwei Vorstellungen abgesetzt. Else Lasker-Schüler hat trotz aller Widrigkeiten in Zürich Spuren hinterlassen, unter anderem mehrere Koffer. Der Literatur-Spaziergang geht diesen Spuren in der Zürcher Altstadt nach.

Datum noch unbestimmt

Dauer: 1.5 Stunden - Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Den Frauen folgen

Zürich

Den Frauen folgen

In Zürich treffen im 20. Jahrhundert heimatlose Lyrikerinnen auf einheimische Autorinnen, politisch engagierte Exilschriftstellerinnen auf Schweizer Publizistinnen. Die Wege von Claire Goll und Emmy Ball-Hennings kreuzten sich hier; Jo Mihaly bewegte sich schreibend, tanzend und singend mitten in der Exilgemeinschaft; die Tonhalle wurde 1895 mit einem Stück von Ricarda Huch eröffnet, die als Lehrerin und Stadtbibliothekarin in Zürich arbeitete. Ruth Liepman richtete im Niederdorf die bedeutende Literaturagentur Liepman ein, Erika Mann brachte das politische Kabarett in die Stadt. Spaziergang auf Spuren von berührenden und verrückten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts.

Datum noch unbestimmt

Dauer: 1.5 Stunden - Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Exilstadt für Künstler/innen aller Sparten

Zürich

Exilstadt für Künstler/innen aller Sparten

„Wo wir die aufregenden Jahre durchlitten“ (Yvan Goll): Während beider Weltkriege wurde Zürich zum Sammelpunkt europäischen Geistes. Intellektuelle trugen revolutionäre Ideen wie grenzenloses Leid in die Stadt. Das Odeon und das Terrasse wurden legendäre Cafés, die Pfauenbühne eine Theaterstätte von Weltruhm. Im Cabaret Voltaire und bei den literarischen Soirées im Rabenhaus traten Experimentierende und Arrivierte auf. Klingende Namen wie Hugo Ball, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Erika Mann, Emil Oprecht und zahlreiche andere haben sich in die Stadtgeschichte eingeschrieben.

Datum noch unbestimmt

Dauer: 1.5 Stunden - Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Robert Walser in der Stadt seines Debüts

Zürich

Robert Walser in der Stadt seines Debüts

Spaziergang fällt leider wegen einer Terminkollision aus

 

Ein Jahrzehnt lang (1896-1905) wohnte Robert Walser – mit Unterbrüchen – in Zürich. Hier schrieb er seine ersten Gedichte und Prosastücke und knüpfte wichtige literarische Verbindungen. In die Zürcher Zeit fiel das Erscheinen seines ersten Buches Fritz Kochers Aufsätze. Häufiger als die Stelle als Commis, Schreiber oder „Gehülfe“ wechselte er das Zimmer und die Mansarde, 17 verschiedene Wohnadressen lassen sich nachweisen. „Zürich ist eine der besten Städte der Welt“ – Walsers Zuneigung zur Limmatstadt fand jedoch wenig Widerhall, der literarische Durchbruch blieb aus, und so suchte er ab 1905 sein Glück in Berlin. Seit wenigen Jahren aber trägt eine Gasse in der Zürcher Altstadt seinen Namen. Spaziergang durch die Zürcher Altstadt auf den Spuren des jungen Dichters.

Sonntag, 31. Oktober 2021, 11.00 Uhr

Dauer: 1.5 Stunden - Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Entfällt