Schreiblust & Schwindsucht – Literaten in Davos

Davos

Schreiblust & Schwindsucht – Berühmte Gäste in Davos

Als der Mannheimer Arzt Alexander Spengler erkennt, dass der gefährliche Tuberkulosebazillus in der Höhe nicht vorhanden ist, schlägt die Geburtsstunde des Kurortes Davos. Mit Werbesprüchen wie «Davos, das neue Mekka der Schwindsüchtigen» oder «Der Weg zu Kraft und Gesundheit führt über Davos» lockt man vermögende Kranke aus den europäischen Grossstädten in die Bergidylle. Die Kranken liegen auf den Jugendstil-Veranden der schönsten Hotel- und Sanatoriumsgebäude, inhalieren saubere Bergluft, stecken die Füsse in Pelzsäcke und warten auf ihre Genesung – oder auf den Tod.

 

Nicht wenige wissen diese Verpflanzung aus ihrem Alltag durchaus für Abenteuer und Amouren zu nutzen. Oder zum Schreiben: Thomas Mann findet hier Inspiration für seinen Roman «Der Zauberberg», Hugo Marti verfasst sein «Davoser Stundenbuch», Klabund schreibt Gedichte und die Erzählung «Die Krankheit» und organisiert bunte Abende, der Surrealist Paul Eluard aus Paris wird erst in Davos zum Dichter.

 

Zu den näheren Infos und der Anmeldung finden Sie hier

Donnerstag, 22. August, bis Sonntag, 25. August 2019

Am Fluss – z’Basel an mym Rhy

Basel

Am Fluss – z’Basel an mym Rhy

Mitten durch Basel fliesst der Rhein. Sein Knie bestimmt die Ansicht der Stadt, sein Wasser bestimmt deren Alltag. Rheinabwärts von der Papiermühle im St. Albantal bis zum Getreidesilo im Hafen führt der beschauliche Spaziergang, mal am rechten, mal am linken Ufer oder auch auf dem Fluss, vielleicht mit den Füssen im Wasser. Zwischen Buvetten und Rhybadhüsli, Fischergalgen und Parkanlagen begegnen wir Autor/innen, die das Wasser lieb(t)en: Johann Peter Hebel, Adelheid Duvanel, Jürg Federspiel, Werner Lutz und anderen mehr. Wechselnde Gerüche und Geräusche, botanische Entdeckungen, überraschende Aussichten und Einsichten säumen den Weg am Wasser. Gewissermassen als Fangleine oder Köder dient die Literatur: Texte über den Rhein im Speziellen und das Wasser im Allgemeinen, über Fische und Wasserleichen, Matrosen, Brücken und die Sehnsucht nach dem Meer. 
Mit Imbiss und Fährifahrt, Textlektüre und Lesung (11.00 bis 17.30 Uhr)

Datum noch unbestimmt

Kulturreise: Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ascona – Brissago – Valle Onsernone

KULTURREISE: Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Nur 150 Meter erhebt sich der Monte Verità, der „Berg der Wahrheit“, über Ascona – ein sanfter Hügel also. Doch sind ihm vielfältigste Zeugnisse und Spuren des menschlichen Suchens und Ringens nach dem „richtigen“ Leben eingeschrieben.

In diesen Tagen begegnen wir verschiedensten Lebensentwürfen, sozialen und künstlerischen Ideen, architektonischen Sehenswürdigkeiten, botanischen Kostbarkeiten und literarischen Zeugnissen. Die Begegnung mit Persönlichkeiten vor Ort führt in die Vergangenheit wie in die Zukunft. Selbstverständlich lassen wir uns auch kulinarisch auf die Umgebung ein: Wer streng das Authentische sucht, der mag sich der Rohkost verschreiben. Mindestens so verlockend aber ist die regionale Küche.

DATUM NOCH UNBESTIMMT

Literarisches Bahn- und Höhenabenteuer

Arosa

Literarisches Bahn- und Höhenabenteuer

Das Auto war in Graubünden noch nicht zugelassen, als 1914 die Strecke Chur – Arosa der Rhätischen Bahn eröffnet wurde. Die Bahn löste die Postkutsche ab und verhalf dem Kurort zu einem enormen Aufschwung. Zählte Arosa um 1880 noch 50 Einwohner, strömten nun Kurgäste, Sportler, Lungenkranke und Sommerfrischler herbei. Thomas Mann fühlte sich nach eigenem Bekunden in Arosa „wohler als irgendwo“, Hermann Hesse erlebte bei seinem Aufenthalt „einen Grad der Kräftigung und Verjüngung“, den er nicht für möglich gehalten hatte, Christian Morgenstern begeisterte sich für die Landschaft und die Luft.
Die grandiose Bahnstrecke über 41 Brücken und Viadukte einerseits, der weltberühmte Kurort Arosa andererseits inspirierten zahlreiche Schriftsteller und Künstler zu geistigen Höhenflügen. Das kann einem auch 100 Jahre später noch widerfahren.
Bahnfahrt nach Arosa, unterwegs Lesung aus literarischen Texten sowie Ausführungen zum Bau der Bahn. Einkehr im Waldhotel zu Mittagsimbiss. Spaziergang von Innerarosa auf Spuren von berühmten Gästen (Thomas Mann, Hermann Hesse, Annemarie Schwarzenbach, Christian Morgenstern u.a.),  Kurzlesung und Abschluss des Literaturausflugs  (11.00 bis 17.30 Uhr).

Datum noch unbestimmt